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Toxische Kommentare im Netz
Wie ich mit destruktiver Kritik umgegangen bin und was du daraus lernen kannst
Online präsent zu sein, bedeutet, dass man sich auch mit negativen Kommentaren auseinandersetzen muss. Toxische Kommentare im Netz sind nicht selten. Kürzlich hatte ich eine Erfahrung, die ich gerne mit dir teilen möchte – nicht nur, um ein Beispiel zu geben, wie man mit solchen Situationen umgeht, sondern auch, um andere zu ermutigen, sich von toxischem Verhalten nicht entmutigen zu lassen.
Die Ausgangssituation
Es begann mit einer Nachricht, die auf den ersten Blick kritisch, aber konstruktiv wirken sollte. Der Absender meinte, meinen Instagram-Account analysieren zu müssen, und begann die Konversation mit folgendem Kommentar:
“Aha seit vielen Jahren also Mädel nichts für ungut aber wenn ich mir deinen Account anschaue dann sehe ich, dass du überhaupt nichts davon verstanden hast, was du dort überhaupt anbieten tust.”
Bereits in diesem Satz wird deutlich, dass hier weniger Interesse an einem echten Austausch besteht, sondern vielmehr eine herablassende Haltung an den Tag gelegt wird. Der Begriff “Mädel” allein signalisiert eine fehlende Wertschätzung. Ausserdem hatte der Verfasser es offensichtlich nicht so mit der deutschen Sprache, bzw. Rechtschreibung.
Ich antwortete klar und deutlich:
“Also erstmal verbitte ich mir das ‘Mädel’! Dann verwundert es mich doch sehr, dass du meine Expertise anzweifelst, anhand meines Instagram-Profils.”
Dies zeigt, wie wichtig es ist, Grenzen zu setzen und respektvoll, aber bestimmt auf solche Kommentare zu reagieren.
Der Verlauf der Konversation
Im weiteren Verlauf zeigte sich schnell, dass der Absender nicht an einer sachlichen Diskussion interessiert war. Stattdessen folgten Aussagen wie:
“Jemand wie ich sieht das sofort an deinem Account. Versuche diesen erst einmal zu optimieren.”
Diese Art von pauschalen Aussagen, ohne konkrete Verbesserungsvorschläge, dient oft nur dazu, die eigene vermeintliche Überlegenheit zu demonstrieren. Meine Antwort darauf blieb dennoch professionell:
“Der Account ist auch nicht mein Fokus. Ich möchte damit nur Mehrwert geben und konnte dadurch auch viele Kunden gewinnen.”
Weitere Aussagen des Absenders beinhalteten jedoch verstärkt toxische Elemente:
“Aha und wie verdienst du dein Geld damit ist schon merkwürdig lies mal was du schreibst erkennst du was 😉🤔🤔🤔😂 gute Frau ich bin Sozialpädagoge mit dem Schwerpunkt Psychologie und ich erkenne viel in Worten.”
Diese Aussage dient eindeutig dazu, Unsicherheiten zu schüren und die eigene Autorität zu betonen. Hier wird versucht, auf eine persönliche Ebene zu gehen, um die Diskussion zu dominieren.
Die Eskalation
Die Konversation nahm einen unangenehmen Verlauf, als der Absender begann, sich mit Aussagen wie “Ich bin Sozialpädagoge mit dem Schwerpunkt Psychologie” zu profilieren und implizierte, dass er allein aufgrund meiner Worte “viel erkennen” könne. Dabei fielen herabwürdigende Kommentare wie:
“Dein Account ist tot und wird es auch bleiben.”
“6 Jahre? Sehr schwach, Madam, sehr schwach.”
Diese Aussagen sind klassische Beispiele für toxisches Verhalten, das darauf abzielt, Unsicherheiten zu schüren. Mein abschließender Kommentar hierzu war deutlich:
“In meinen Augen bist du einfach nur überheblich. Und damit möchte ich diese Unterhaltung auch beenden.”
Analyse: Die Mechanismen toxischer Kommunikation
Die Konversation zeigt einige typische Muster, die toxische Kommunikation ausmachen:
- Herabsetzung: Begriffe wie “Mädel” oder Kommentare über meinen Account dienen dazu, die eigene Überlegenheit zu betonen.
- Persönliche Angriffe: Die gezielte Kritik an meinem beruflichen Werdegang und meinen Leistungen dient dazu, Unsicherheiten zu erzeugen.
- Selbstüberhöhung: Der Absender präsentiert sich als Experte und versucht, durch angebliche Qualifikationen die eigene Meinung unangreifbar zu machen.
- Vermeidung von Lösungen: Es werden keine konkreten Verbesserungsvorschläge gemacht, sondern lediglich pauschale Aussagen getroffen.
Umgang mit solchen Situationen
- Grenzen setzen: Schon zu Beginn der Unterhaltung habe ich klar gemacht, dass ich respektlosen Ton nicht dulde. Das ist essenziell, um solche Gespräche nicht eskalieren zu lassen.
- Sachlich bleiben: Trotz der Angriffe habe ich versucht, sachlich zu bleiben und nicht auf das gleiche Niveau herabzufallen.
- Konversation beenden: Wenn klar wird, dass kein echter Dialog möglich ist, ist es besser, die Unterhaltung höflich, aber bestimmt zu beenden.
- Selbstreflexion: Überlege, ob es Aspekte gibt, die du für dich mitnehmen kannst, ohne dich von destruktivem Verhalten beeinflussen zu lassen.
Fazit: Was können wir daraus lernen?
Diese Erfahrung zeigt, wie wichtig es ist, sich von negativen Kommentaren nicht verunsichern zu lassen. Es wird immer Menschen geben, die versuchen, ihre Unsicherheiten auf andere zu projizieren. Das Beste, was du tun kannst, ist, dich auf deine Werte und Ziele zu konzentrieren und dich nicht von destruktivem Verhalten ablenken zu lassen.
Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht? Teile sie gerne in den Kommentaren! Gemeinsam können wir lernen, mit solchen Situationen besser umzugehen.




